Pommerellen www.pommerninfo.de Ratibor von Pommerellen

Ratibor

Herzog von Pommerellen-Belgard
von 1233 bis 1262
 
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Geboren in :  
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Ratibor wurde als Sohn des Mestwin I. und der  Zwinislawa von Mecklenburg geboren. Er hatte drei Brüder (Sambor II., Swantopolk II. und Wartyslaw I.) und fünf Schwestern (Jadwiga , Witoslawa, Miroslawa, Zwinislawa und Anastazja)

Nach dem Tode seines Vaters Mestwins I. 1219/20 wurde sein Herrschaftsgebiet unter seinen Söhnen aufgeteilt. Swantepolk erhielt das nördliche Pommerellen mit der Burg Danzig (Gdansk), Wartyslaw Schwetz (Swiecie), Sambor II. das Gebiet Liebschau (Lubiszewo) und Ratibor, der jüngste der vier Brüder, erhielt den Nordwesten des Landes mit Burg und Bezirk Belgard a. d. Leba (Bialogarda). Mestwin hatte bestimmt, dass Swantepolk als der Älteste zwanzig Jahre lang die Vormundschaft über seine Brüder ausüben sollte. Das tat er aber nur zwölf Jahre lang. Differenzen zwischen den Brüdern führten zu einem jahrelangen Bruderkrieg. Swantepolk erweiterte sein Herrschaftsgebiet nach Westen und nach Süden.

Belgard a. d. Leba (Bialogarda) ist nicht zu verwechseln mit der heute noch bestehenden pommerschen Stadt Belgard a. d. Persante (polnisch Bialogard). Belgard a. d. Leba liegt etwa halbwegs zwischen den heutigen Städten Lauenburg (Lębork) und Leba. Heute ist es ein kleiner Weiler, malerisch hingestreckt auf der Höhe und dem Hang, an dessen Fuß der Ledziechowska-Bach fließt. An die frühere Herrlichkeit Belgards (die weiße Stadt) erinnern nur die Reste der Erdbefestigungen, die sich auf einer erhöhten Landzunge über dem sumpfigen Tal erheben, Spuren gewaltiger Gräben und Wälle, die noch heute etwa sechs Meter Höhe haben. Belgard war Sitz eines Kastellans und damit befestigter Mittelpunkt eines Verwaltungs- und Herrschaftsgebietes. Und es wurde auch ein aktives politisches Zentrum. Aber die Expansionspolitik Swantopolks machte vor seinen Brüdern nicht Halt. 1238 eroberte er Belgard, verbrannte die Burg und fügte das Gebiet Ratibors seinem Herrschaftsgebiet ein. Seinen Bruder Ratibor hielt er einige Zeit gefangen. Nach seiner Freilassung floh Ratibor ins Ordensgebiet und trat 1276 in den Deutschen Ritterorden ein. Damit erwarb der Orden einen Rechtsanspruch auf Ratibors Gebiet.

Nach dem Tode  Wartyslaw I. teilten seine Brüder sein Land unter sich auf. Sambors Herrschaftsgebiet umfasste dann die späteren Kreise Berent, Karthaus, Stargard und Dirschau (Tczew) und den südlichen Teil des Danziger Werders. Ratibor hielt demnach die restlichen Gebiete mit Burg und Bezirk Belgard a. d. Leba (Bialogarda).

 

@ MapQuest

 

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Belgard a. d. Leba
(Bialogarda)

Danzig
(Gdansk)


Dirschau
(Tczew)

 

Liebschau
(Lubiszewo)

Schwetz
(Swiecie)

 

Quellen:
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie

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