Pommerellen www.pommerninfo.de Sobieslaw I. von Pommerellen

Sobieslaw I.

Herzog von Pommerellen
von 1155 bis 1187

Geboren am : ca. 1130
Geboren in :  
Gestorben am : 23. Januar 1187
Gestorben in :  

Sobieslaw I. wurde ca. 1130 geboren. Weiteres ist nicht bekannt.

Er heiratete ca. 1150 eine Powalowna aus dem Geschlecht der Powal.

Kinder:

Sambor I.
Mestwin I.

Sobieslaw I., auch Subislaw, aus der Dynastie der Samboriden war Herzog von Pommerellen (Ostpommern) in den Jahren 1155 bis 1187.

Der erste namentlich bekannte Herzog ist als erster in einer Reihe pommerellischer Fürsten in der Klosterkirche von Oliva (Oliwski) abgebildet. Diese Bilder stammen aus späterer Zeit. Unter sein Bild ist die Jahreszahl 1180 eingefügt worden. Sobieslaw vermählte sich vor 1150 mit einer namentlich nicht bekannten Schwester des masowischen Wojewoden aus dem Geschlecht Powal, beheimatet im Gebiet von Wyszogrod (Fordon). Aus den Urkunden seiner Nachfolger ergibt sich, dass er um 1185 das Zisterzienserkloster Oliva (Oliwski) gestiftet hat. Das Kloster Olivia lag nur wenige Kilometer westlich von Danzig (Gdansk). Nach 1815 wurden die Klöster in Preußen säkularisiert. In Oliva (Oliwski) wurden stark reparaturbedürftige Klostergebäude abgebrochen. Die Jahrhunderte alte Klosterkirche wurde Pfarrkirche. Neben dem Kloster hatte sich eine kleine Ortschaft entwickelt. Die Ortschaft Oliva (Oliwski) wurde 1926 zur Stadt Danzig (Gdansk) eingemeindet.

Dem Einzug der Mönche am 2. Juli 1186 waren eingehende Verhandlungen mit dem Landesherrn vorausgegangen, um das künftige Gedeihen des Klosters sicherzustellen. Außer dem Ort Oliva (Oliwski)  erhielten die Mönche sechs weitere Dörfer in der Nachbarschaft, Fischereirechte bei Putzig und im Weichseldelta, im Frischen Haff und auf der See. Den Mönchen wurden eigene Handelsschiffe zugestanden und sie sollten mehrere Mühlen am Strießbach bei Langfuhr bauen und betreiben. Die ersten Mönche, die in Oliva aus dem Kloster Kolbatz bei Stettin kamen, trugen deutsche Namen. Mit ihnen kamen deutsche Siedler.

Sobieslaw stiftete um die gleiche Zeit auch die Katharinenkirche in Danzig (Gdansk).

Sobieslaw starb, so lautet ein sehr viel späterer Eintrag in den Nekrologen von Oliva (Oliwski), am 23. Januar 1187. Seine geschichtliche Existenz ist von der Forschung wegen der unsicheren Quellenlage früher in Zweifel gezogen worden. Deshalb hat es sich in Deutschland eingebürgert, seinen Sohn Sambor als Stammvater dieses Geschlechts anzusehen und es "Samboriden" zu nennen. Das ist so geblieben, obwohl inzwischen die Zweifel behoben sind. So wird dieses Geschlecht in der polnischen Geschichtsschreibung als "Dynastia Sobieslawiców" (Dynastie der Sobieslawen) bezeichnet.

 

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Danzig
(Gdansk)

Oliva
(Oliwski)

Lage einiger der genannten Orte
im heutigen Polen

Quellen:
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie
THG Lexikon - http://www.tomshardware.de/lexikon/Kloster_Oliva

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