10. Die unterirdischen Gänge im Schlosse.
Das alte Schloss hat mächtige Kellergewölbe, die sich unter den ganzen Bau hinziehen. Diese standen alle miteinander in Verbindung. Vom Schlosse führten unterirdischen Gänge, von denen einzelne Teile beim Legen der Gasleitung, beim Bau der Villa im alten Rentamtsgarten und bei derzeitigen Ausbau des Schlosses bloßgelegt wurden, nach verschiedenen Richtungen. Ein Gang sollte vom Schlosse aus nach dem Kloster Marienkron und von da weiter nach dem Kloster Buckow geführt haben. Diese beiden Klöster hat König Erich viele Schenkungen gemacht. In Grabgewölbe der Buckower Kirche soll sein Leichnam in einem silbernem Sarge beigesetzt worden sein. In der Kirche soll dann das in Stein gehauene Bild des Königs aufgestellt worden sein, unter dem einige Verse die Dankbarkeit der Mönche gegen diesen Wohltäter ausdrückten, der ihrem Kloster Ansehnliches aus seinen Schätzen hinterlassen haben soll. Von Buckow ist dann sein Sarg in die Marienkirche nach Rügenwalde überführt worden.
Ein zweiter unterirdischer Gang soll vom Schlosse unter dem Schlossgraben hindurch nach dem stattliche Patrizierhause an der Ecke Lange- und Adolf Hitler Straße geführt haben, dass die Herzogin Elisabeth 1650 den Schlosshauptmann von Krockow schenkte.