15. Das Bauopfer in der Marienkirche.

Als man die Marienkirche erbaute, soll man unter ihrem Fundament ein dreibeiniges schwarzes Ross eingemauert haben. Das sollte vor dem Teufel schützen. Es liegt begraben unter dem Kreuz in der Kirche zum Zeichen, dass das Kreuz den Sieg über den Teufel davon getragen hat. Der Teufel erscheint dem Menschen manchmal in Gestalt eines dreibeinigen schwarzen Hundes, wie die Sage von der Zizower Brücke erzählte. Man gewöhnte später Hunde und Pferde daran, zeitweise auf drei Beinen zu laufen, indem man ihnen ein Bein abband. Der Teufel sollten sich dann bei einer Begegnung nicht auf den Jäger oder Reiter stürzen, sondern auf den Hund oder das Ross.

Wodans Roß, ein schwarzer Hengst, kommt manchmal gesattelt und gezäumt, aber ohne Reiter, um einen Helden zu mahnen, dass es Zeit sei, zu Wodan zu fahren. So erschien dem Dietrich von Bern vor seinem Scheiden ein gesattelter Rappe, den den er bestieg. Der Hengst aber rannte schneller als ein Vogel fliegt und waren bald den Blicken von Dietrichs Begleitern entschwunden. Der Held aber soll mit Wodan im Wilden Heer reitet.

Im Mittelalter machte der Mönchsglaube aus dem Wodansroß ein Teufelsroß, dass den unseligen zur Hölle abholt.