7. Ein Toter will sein Eigentum.

Da war einst eine Frau, die in Rügenwalde über den Markt. Unterwegs fand sie einen Handgriff vom Sarg. Diesen nahm sie auf und steckte ihn in die Tasche. Zu Hause legte sie ihm vor das Fenster. Abends ging sie schlafen. Da hört sie, wie jemand an ihr Fenster klopft. Sie stand auf und guckte aus dem Fenster und konnte nichts sehen und dabei war hellster Mondschein. Sie gingen wieder ins Bett, und es dauerte nicht lange, da klopfte es wieder, und so blieb es die ganze Nacht.

Am nächsten Morgen kam der Nachbar rüber und wollte sich was holen. Ihm erzählt sie die Begebenheit. Der sah nur zum Fenster, sieht den Griff und sagt: "Das ist eine Toter, der sein Eigentum wiederhaben will. Trägt man den Griff wieder ins Totenhaus, dann ist der mit dir zufrieden". Die Frau tat es und der Tote kam nicht wieder.