Wenn jemand stirbt, so soll sein Geist ruhelos umherirren, bis sein Leib der Erde übergeben wird. Er soll seinen Tod seinen Angehörigen oder Personen, die ihm nahe gestanden haben, selbst anmelden können. So hatte ein Ackerbürger an der Karwitzer Straße sich hinten in einem Schuppen ein Fenster gemacht, um Hasen zu schießen, die als ungeladene Gäste im Winter seinen Kohlgarten aufsuchte. Eines Abends sitzt er wieder auf der Lauer. Es ist grimmig kalt, der Mond scheint, und der Schnee glitzert. Da hört er auf einmal: "Tapp, tapp, tapp! etwas über den Hof kommen, als wenn sein Arbeiter in langen Stiefeln voll Wasser gegen und schwer zu tragen hat. Vor dem Schuppen macht es halt und ächzt und stöhnt, aber zu sehen ist nichts. Dem Ackerbürger wird unheimlich zumute, es überläuft ihn kalt und er macht, dass er ins Haus kommt. Am nächsten Morgen erscheint der Arbeiter nicht zum Dreschen. Er ist um dieselbe Zeit, als der Ackerbürger das Geräusch hörte, bei den Schleusen ertrunken.
In der Mauerstraße sitzen sie beim Abendbrot und erzählen von denen, die draußen im Felde stehen. Alles ist still. Plötzlich klirren im Schrank alle Tassen und Teller durcheinander, als wenn einer alles kurz und klein schlägt. "Ach Gold, das ist Wilhelm! Er sagt sich an!" ruft eine Frau erschreckt aus. Wirklich soll ihr Sohn nach später Nachricht zu derselben Zeit gefallen sein.